Über die Problematik des drohenden Fachkräftemangels wird derzeit heiß diskutiert. Darüber, dass der „Standort Hamburg“ auch künftig auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen sein wird ebenfalls. Der Zusammenhang zwischen Investitionen in die Bildung und gut ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen liegt auf der Hand und dürfte für alle gleichermaßen wichtig sein. Wie also verträgt sich das Kürzungsvorhaben des Senats mit dem Wunsch nach möglichst vielen und qualifizierten Universitätsabgängern? Und wie verträgt sich das Vorhaben mit den sozialdemokratischen Grundwerten des freien Zugangs zu Bildung und dem damit verbundenen Gedanken der Chancengleichheit?
Nun könnte jedwede Interessengemeinschaft diese oder jene Zahlen vortragen. Man könnte sich der bekannten Phrasen aus der politischen Phrasendreschmaschine bedienen um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Man könnte eine Expertenrunde einberufen, die das Für und Wider der Kürzungen diskutiert, evaluiert, auswertet und anschließend in einer putzigen Grafik zusammenfasst. Ja, das könnte man.
Man könnte auch einfach einen Blick auf die Betroffenen werfen. Und damit sind nicht nur die hungrigen Studierenden gemeint, die jeden Mittag in die Mensa gehen um günstig eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen. Es geht auch nicht darum, ob der Latte Macchiato nun bezuschusst ist oder nicht. Das mag sicherlich zur Besorgnis einiger Studierender beitragen – das Gros der vom Studierendenwerk abhängigen Studierenden wird sich darüber allerdings nicht den Kopf zerbrechen.
TERMINHINWEIS:
Rechtspopulismus in Europa – eine Krise der europäischen Idee? Ursachen, Hintergründe und Strategien
Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Axel Schäfer, MdB Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Donnerstag, 25. August 2011, 18:30 Uhr, Kurt-Schumacher-Haus, Raum 101 Kurt-Schumacher-Allee 10, 20097 Hamburg
Die entsetzliche Bluttat eines Rechtsradikalen in Norwegen schockt Europa und die Welt. Antworten werden gesucht. Die Rechtspopulisten sind im Kommen. Sie nutzen die Ängste der Menschen vor Globalisierung und Arbeitslosigkeit. Sie gebärden sich als Verteidiger nationaler Werte und hetzen gegen Ausländer und die EU: Von Finnland bis Italien bekommen rechts¬populistische Parteien Aufwind. In vielen Ländern sitzen sie im Parlament – und sind in einigen sogar an der Regierung beteiligt. Die ‘Wahren Finnen’ hetzen gegen Europa wie die österreichischen Populisten, in Ungarn erreichte die Orban-Partei sogar die absolute Mehrheit. Andere Parteien wie die von Geert Wilder setzen vor allem auf die Angst vor dem Islam und in Frankreich überholt Marine le Pen in den Umfragen den französischen Staatspräsidenten.
Was ist bloß in Europa los?
Die Börsen in der gesamten Welt erleben gerade ein Gewitter nach dem nächsten. Staaten sind überschuldet, greifen aus Angst vor dem Kollaps zu weiteren Schulden und hoffen darauf, dass sie von privaten Rating-Agenturen nicht in ihrer Bonität herabgestuft werden. Das wir so immer weiter in den Strudel der Verschuldung geraten ist jedem klar. Man kann über die Motive dieser Agenturen gespaltener Meinung sein. Richtig ist aber, dass nicht sie das Problem sind, sondern nur Symptome aufzeigen. Nach der ersten Krise unseres Jahrhunderts haben die Staaten mit ihrem Einschreiten versucht, die Märkte zu stabilisieren. Primär geschah dies zu Lasten der BürgerInnen ganz Europas. Die Verursacher wurden nicht für ihre unverhältnismäßige Gier zur Verantwortung gezogen und scheinen – vielleicht auch gerade deswegen – noch keine Anzeichen der Besserung. Erneut wird das aber nicht in dem selben Umfang möglich sein. Die Chance, die in der Krise lag wurde nicht ergriffen, denn wie sooft zuvor hat sich die konservative Grundsatzhaltung durchgesetzt. Anstatt die entscheidenden Stellräder auf soziale Gerechtigkeit zu stellen, wurde ein System gestützt, das aktuell erneut am Rande des Zusammenbruchs steht. Die Verursacher wurden und werden nicht herangezogen. Stattdessen werden die Verluste verallgemeinert. Wir müssen endlich den Mut haben uns dem Diktat der Märkte entgegen zu stemmen. Nicht der Markt darf unser Leben bestimmen, sondern wir bestimmen den Markt! Wir brauchen also keine marktkonforme Demokratie, sondern einen demokratiekonformen Markt.
Der Anfang muss mit einer Finanzmarkttransaktionssteuer gemacht werden, die der Gesellschaft ihren Anteil an den gehandelten Werten verschafft und gleichzeitig den Anreiz an hochspekulativen Transfers mindert. Auch wenn dies auf dem Börsenparkett nicht wahrgenommen wird: Das letzte bisschen in den Papieren enthaltener Realität muss von Menschen erwirtschaftet werden, an letzter Stelle stehen immer auch menschliche Schicksale. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Nachrichten und Bilder die uns aus Norwegen erreichen, machen uns sprachlos. Der Bombenanschlag auf Regierungsgebäude in Oslo, war ein offener Angriff auf die Demokratie. Der unbeschreibliche Mord an mehr als 80 Jungsozialisten auf Utoya lässt uns in fassungslosem Entsetzen über die Tat und in tiefer Trauer um die Toten zurück.
Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Toten, den Eltern, Geschwistern und Angehörigen ebenso wie denjenigen, die Freunde, Schulkameraden, Partner verloren haben. Unsere Gedanken sind auch bei denjenigen, die dieses unbeschreibliche Verbrechen miterleben mussten und verletzt wurden – körperlich wie seelisch.
Wir teilen den Schmerz der der Genossinnen und Genossen der Arbeiderpartiet und Arbeidernes Ungdomsfylking, die sich unserer festen Solidarität in diesen schrecklichen Momenten und Tagen gewiss sein können.
Unsere Solidarität gilt genauso allen Norwegerinnen und Norwegern, denn dieser Anschlag war nur Vordergründig ein Anschlag auf Jungsozialisten. Er war vielmehr ein beispielloser Angriff auf die Grundideen von Demokratie und Meinungsfreiheit. In seiner Unmenschlichkeit mahnt uns dieses Attentat, wie verletzlich die Grundwerte unseres Zusammenlebens sind.
Wir hoffen, dass in Norwegen aus der tiefen Trauer die Kraft wächst, für diese Werte über alle Parteigrenzen und politische Ideen zusammen zu stehen. Denn getroffen wurde keine politische Meinung oder Idee, sondern das Fundament der Menschlichkeit.
Wir sind Optimisten: Es ist Sommer, das Wetter wird gut und wir grillen. Am nächsten Donnerstag, um halb acht im Schanzenpark. Grillgut wird gestellt, solange der Vorrat reicht.
Auf jeden Fall ist das wieder mal eine gute Gelegenheit ein leckeres Bierchen zu trinken und alte wie neue Gesichter zu sehen. Es wäre klasse, wenn Du vorbei kommst!
Is nich? Gibt´s nich! „Änder das!”-Bündniscamp 25.-28. August 2011, EJB-Werbellinsee
Im Sommer geht’s rund! Am schönen Werbellinsee werden wir im Bündnis „Änder das!“ gemeinsam politisch diskutieren, die Freizeit- möglichkeiten ausgiebig nutzen und natürlich den Sommer genießen!
Von Donnerstag bis Sonntag bietet das Camp Workshops zu allen denkbaren politischen Themen an. Die Workshops werden von den verschiedenen Bündnisorganisationen gestaltet und durchgeführt. Die optimale Gelegenheit also, um sich auszutauschen!
Aber auch die Freizeit wird nicht zu kurz kommen: Ob Fußball-Turnier, Lagerfeuer oder Karaoke. Es wird für jede/n etwas dabei sein.
Lust? Wir werden die Anfahrt gern für euch koordinieren. Schicke uns einfach eine Mail unter jusoforum@gmx.de oder kontaktiere uns auf dieser Hompage.
Weitere Informationen auf der Juso-Bundeshomepage:
http://www.jusos.de/aktuell/nachrichten/2011/06/15/is-nich-gibt´s-nich-aender-das-buendniscamp
Unter dem Motto “We know where we come from – we know where we are going” wollen IUSY und die Sozialistische Jugend Österreich einen Ort schaffen, an dem sich Jugendliche aus über 100 Ländern eine Woche lang kennenlernen und austauschen können. An dem sie debattieren, voneinander lernen und neue Ideen entwickeln. An dem sie auch auf PolitikerInnen aus aller Welt treffen und so den Austausch zwischen den Generationen vorantreiben.
Diesen Beitrag weiterlesen »Das Jusoforum begrüßt die Teilnahme aller Studierenden an den Protesten gegen die aktuellen Sparmaßnahmen im Wissenschaftsressort. Die Kritik endet allerdings nicht bei Standortvorteilen und Wirtschaftskraft.
Wir fordern deswegen die Studierendenvertretung auf, sich endlich aus ihrer Lethargie zu erheben und sich als Interessenvertretung für die genannten Belange der Studierenden einzusetzen. Notfalls auch gegen die Hochschuladministrationen.
Das Jusforum fordert weiterhin, den Dialog mir den Menschen dieser Stadt zu suchen und sie auf diesem harten Weg mitzunehmen. Diese Herausforderungen können wir nur gemeinsam bewältigen, denn sie verlangen von jedem einen Beitrag für die Gemeinschaft.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Kritik der Rhetorik einiger(!) der Proteste gegen die Hochschulpolitik des Senates
Die Lage an den Hamburger Hochschulen ist zu Recht angespannt: Die unsoziale Kürzungspolitik des Senates im Hochschulbereich ist nicht hinzunehmen und wird auch nicht hingenommen.
Diesen Beitrag weiterlesen »

