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Jusoforum: Bundeswehr im Bürgerkrieg?

Mit: Niels Annen, Mitglied im Bundesvorstand der SPD, Senior Fellow German Marshall Fund
Am: Donnerstag, 25. Februar 2009, 19.30 Uhr
Ort: Kreishaus Eimsbüttel, Helene-Lange-Straße 1
HVV: U-Bahn Hoheluftbrücke, Metrobus 5/15 bis Bezirksamt Eimsbüttel

Der „Spiegel“ nannte das Land einen „Friedhof der Supermächte“ – und die Nachrichten aus Afghanistan sind bedrückend. Bereits seit längerem wird die Lage im Norden des Landes instabiler, die Bundeswehr wird zunehmend in Kampfhandlungen verwickelt und auch der oft beschworene Aufbau der afghanischen Polizei stockt zwischen Analphabetismus vieler Rekruten und weit verbreiteter Korruption. Diese Entwicklungen sind mit dem Bombeneinsatz von Kundus – Laut „Spiegel“: „Ein deutsches Verbrechen“ – wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Der anschließende Skandal um die mangelnde Information der Öffentlichkeit zeigt, wie sehr sich die Bundesregierung an einer verharmlosenden Darstellung festhielt.

Nun stellt sich die Frage, welche Optionen deutsche Afghanistan-Politik hat, welche Strategien Erfolg versprechen. Darüber wollen wir am Donnerstag, den 25. Februar, mit Niels Annen diskutieren.

Niels Annen ist Mitglied des Bundesvorstandes der SPD und war von 2005 bis 2009 als Bundestagsabgeordneter Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. In dieser Funktion ist er oft nach Afghanistan gereist, kennt Einsatz, Land und Probleme aus erster Hand. Vor diesem Hintergrund hat er gerade mit Lars Klingbeil ein Diskussionspapier verfasst. (Link zum PDF: http://tinyurl.com/yf97ser)  Im März geht Niels für 6 Monate als Senior Fellow zum German Marshall Fund nach Washington, D.C. – es ist also bis zum Herbst die letzte Gelegenheit in Hamburg mit ihm zu diskutieren.